Neuartiges Antragskonzept

 

Das Konzept des aktuellen Antrags der RWTH Aachen betrachtet die Erneuerung der gesamten (bekannten) aktiven Netztechnikkomponenten über einen Zeitraum von acht Jahren. Das bedeutet beispielsweise, dass alle managebaren Switche und Router vom Kernnetz bis hin zu den Geräten der Institute in den über 300 Hochschulgebäuden, im Verlauf der geplanten acht Jahre, gegen aktuelle Technik getauscht werden sollen.

Neben zentral notwendigen Routern und Switchen sind ein flächendeckender Ausbau der WLAN-Abdeckung in allen Hochschulgebäuden und die Erneuerung der Telefonanlage (Migration hin zu VoIP Technik) wesentliche Module des Antrags. Mit der Umsetzung wird die Einführung verschiedener technologischer Innovationen ermöglicht, wie die Kopplung des Arbeitsplatzes mit der Telefonanlage, der WLAN-Telefonie mit dem Smartphone, Automatisierungsmaßnahmen zur Entlastung der Mitarbeitenden, Software Defined Network (SDN) im Datacenterumfeld, und vieles mehr.

Formelles

  • Der aktuelle Netzerneuerungsantrag konnte formell erst nach Ablauf des aktuellen Netzantrags bzw. ein Jahr vor der letzten Mittelzuteilung zur Prüfung eingereicht werden, also im Jahr 2016.
  • Das neue Antragsverfahren ermöglicht die Finanzierung einer zeitgemäßen Erneuerung vorhandener Netz- und Kommunikationstechnik.
  • Die Finanzierung von Netz-Erweiterungsmaßnahmen, wie sie durch Neubauten und Flächenerweiterungen entstehen, ist über das Antragsverfahren leider nicht förderfähig.
  • In Fällen von echten Erweiterungen der Netz-Infrastruktur, muss also wie bisher, eine alternative Finanzierung aus Neubau-, Instituts-, oder Ersteinrichtungsmitteln erfolgen.
  • Die Finanzmittelzuteilung erfolgt wie zuvor durch das Land NRW, welches den Antrag durch die DFG (deutsche Forschungsgemeinschaft) begutachten lässt.
  • Finanziert werden nur Sachmittel, also Hard- und Software im Kommunikationsnetzbereich. Personalmittel zur Realisierung sind durch die beantragende Hochschule bereit zu stellen.
  • Zum Aufbau und den Inhalten eines Netzerneuerungsantrages bestehen definierte Vorgaben der DFG (Bsp.: Inhaltsverzeichnis, Aufbau, Mindestangaben, geplante Innovationen, etc.), wodurch vergleichbare Bewertungsmöglichkeiten zu Anträgen anderer Universitäten erzielt werden