Historie des Netzausbaus

 

Netzausbauantrag 2006

Die Finanzierung der zentralen Netz- und Kommunikationsinfrastruktur der RWTH Aachen erfolgte bis Ende 2017 aus dem sogenannten RWTH Netzausbauantrag, im seinem dritten Bauabschnitt. Dieser Antrag wurde vom IT Center (dem damaligen Rechnen- und Kommunikationszentrum) erstellt und durch die RWTH Aachen im Jahr 2006 eingereicht. Der Antrag umfasste den Ausbau des Hochschulnetzes und die Sanierung verschiedener Gebäude für den Zeitraum von 2007 bis 2009. Nach einer positiven Begutachtung durch die DFG erfolgte die Genehmigung in voller Höhe durch das Land NRW. Die jährliche Zuteilung der Finanzmittel erfolgte faktisch jedoch in wesentlich kleineren und unterschiedlich hohen Anteilen als beantragt, so dass der Antragszeitraum stark gestreckt wurde und die letzte Zuteilung des Gesamtbetrags erst zum Jahr 2017 ausgeschüttet wurde.

Diese Finanzmittelstreckung erzeugte in vielen Bereichen der Hochschule eine Unterfinanzierung der infrastrukturell grundlegenden Netzinfrastruktur. Es erfolgte eine Fokussierung der Investitionen auf zentralste Komponenten, wie z.B. den Backbone, zentraler Switch- und Router-Technik, Firewall-Systeme und Gebäudeanschlusstechnik. Die Finanzierung von lokaler Institutsnetztechnik hingegen musste in der Regel aus eigenen Mitteln der Einrichtungen erfolgen. Wegen der unterschiedlichen finanziellen Leistungsfähigkeiten der Hochschuleinrichtungen entstand hochschulweit eine sehr inhomogene und in weiten Teilen eine überalterte Netzinfrastruktur.

Netzerneuerungsantrag 2016

Die ersten Überlegungen des IT Centers zur Konzeption eines Folgeantrages erfolgten bereits Ende 2014. Schon in diesem frühen Stadium wurde die Hochschulleitung einbezogen, welche im Mai 2015 per Rektoratsbeschluss die Einsetzung einer Projektstruktur und zwei begleitender Gremien zur Antragserstellung beschloss. Zur strategischen Lenkung und als oberste Beratungsinstanz wurde eine Lenkungsgruppe Netzausbau eingesetzt, mit leitenden Personen aus den Bereichen Gruppenvertretungen, Personalräten, Rektorat, ZHV, Dez10, Datenschutz und IT Center.

Zur Umsetzung und zum konkreten Input aus Anwendung und Betrieb der RWTH Aachen wurde die Projektgruppe Netzausbau eingesetzt. Diese setzt sich zusammen aus Vertretern der Bereiche Facility Management, Studierende, Wissenschaftlicher Beschäftigte, Beschäftigte aus Technik und Verwaltung, der ZHV, Vertreter eines großen Instituts und des IT Centers.

Begleitet von der Lenkungs- und Projektgruppe wurde der Antrag durch Mitarbeitende der Abteilung Netze sowie beratender und unterstützender Mitarbeiter des IT Centers erstellt.

Die Einreichung erfolgte im Oktober 2016, formell über die ZHV an das MIWF. Dieses reichte den Antrag zur inhaltlichen Begutachtung weiter an die DFG. Nach formellen Gutachterrückfragen an die Hochschule erfolgte im Mai 2017 die Sitzung der Netzkommission der DFG, unter Teilnahme von Vertretern des Rektorats und des IT Centers, welche eine Empfehlung zur Antragsumsetzung aussprach.