RWTH Aachen mit Hochleistungsrechner CLAIX führend

26.06.2019
Foto vom CLAIX-2018 Urheberrecht: Peter Winandy

Ende 2018 ging die zweite Stufe des Hochleistungsrechners CLAIX-2018 am IT Center der RWTH Aachen in Betrieb.

 

Jetzt erreicht dieser in der TOP500-Liste der leistungsfähigsten HPC-Systeme weltweit Platz 92 und ist laut heise.de der schnellste universitäre Rechner in Deutschland. Außerdem ist der RWTH Supercomputer aktuell die einzige deutsche Neuerung unter den Top100-Systemen.

CLAIX-2018, kurz für Cluster Aix-la-Chapelle, besteht aus rund 1100 Rechenknoten. Jeder dieser Rechenknoten ist mit zwei Intel Xeon Platinum 8160 Prozessoren ausgestattet, die jeweils 24 Kerne bei einer Taktrate von 2,1 GHz sowie 192 GB Arbeitsspeicher bieten. In Anwendungsphasen, in denen nicht die vollständige Parallelität ausgenutzt wird, kann die Taktrate auf bis zu 3,7 GHz erhöht werden. Damit bietet die zweite Stufe eine maximale theoretische Rechenleistung von 3,55 PFlops. Zusätzlich sind 48 Rechenknoten mit jeweils zwei NVIDIA Volta V100 GPUs ausgestattet, die untereinander im Knoten mit dem schnellen NVLink verbunden sind. Dieser Knotentyp unterstützt die Beschleunigung passender Anwendungen und die effiziente Ausführung spezieller Arbeitsschritte wie beispielsweise der Datenanalyse. Alle Rechenknoten in CLAIX-2018 sind mit einem Intel Omni-Path 100G Netzwerk verbunden.

Für Simulationsanwendungen wurden mit der zweiten Stufe von CLAIX deutliche Performance-Verbesserungen erzielt, so erhöht sich die durchschnittliche Pro-Core-Performance bei gleichbleibenden Datensätzen um 30 Prozent. Zudem wurde ein weiteres, hoch performantes Lustre-basiertes Speichersystem in Betrieb genommen, das durch eine spezielle Netzanbindung auch der ersten Stufe von CLAIX zugänglich gemacht wird. Es bietet eine Kapazität von 10 PB und eine Bandbreite von 150 GB/s lesend und schreibend.