Neues DFG-Schwerpunktprogramm wird an RWTH Aachen und TU München koordiniert

27.03.2015

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft, kurz DFG, hat jetzt 18 neue Schwerpunktprogramme bewilligt. In diesen sollen grundlegende Fragestellungen in besonders aktuellen oder sich gerade bildenden Forschungsgebieten untersucht werden.

 

Erfolgreich war auch der Antrag zum Schwerpunktprogramm „Cyber-Physical Networking“, dieser wurde gemeinsam von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Mannheim, der Universität des Saarlandes, den Technischen Universitäten München, Dortmund und Berlin sowie der RWTH Aachen gestellt. Professor Dr.-Ing. Klaus Wehrle vom Aachener Lehrstuhl für Informatik 4 (Kommunikation und verteilte Systeme) und Professorin Dr.-Ing. Sandra Hirche von der TU München koordinieren das neue DFG-Schwerpunktprogramm.

Ab Beginn des Jahres 2016 wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Informatik, der Elektro- sowie der Regelungstechnik interdisziplinär zusammenarbeiten, um den Forschungs- und IT-Standort Deutschland nachhaltig zu stärken. In einem cyber-physischen System interagieren informatische, softwaretechnische Komponenten mit mechanischen oder elektrotechnischen. Innerhalb des Systems kommunizieren die Komponenten über eine Dateninfrastruktur, zum Beispiel über das Internet.

Einsatzgebiete gibt es bereits in vielen Bereichen, so im Energieversorgungsmanagement, der Verkehrslogistik, in Infrastruktursystemen für Kommunikation oder auch in altersgerechten Assistenzsystemen. Der Betrieb der cyber-physischen Systeme erfordert enge und zuverlässige Kommunikations- und Rechenmethoden. Diese Regelungsprozesse funktionieren ohne menschliche Beteiligung und werden geografisch verteilt koordiniert. Daher müssen künftig Kommunikationstechnologie, Betriebssystem und Regelkreise eng und mit möglichst niedrigen Verzögerungen, den so genannten Latenzen, gekoppelt werden, um zuverlässig zu arbeiten. Die Forscher wollen nun die bislang weitgehend getrennten Methodiken ihrer Disziplinen integrieren, um so eine zuverlässige Optimierung zu erreichen.

Redaktion: Presse und Öffentlichkeitsarbeit