Rückenwind für Katalyseforschung

21.12.2016

Weitere Unterstützung des CAT Catalytic Center: Der Werkstoffhersteller Covestro und die RWTH Aachen verlängern ihre Zusammenarbeit in der Katalyseforschung.

  Drei Männer unterzeichnen einen Vertrag Urheberrecht: Peter Winandy Von links: Professor Ernst Schmachtenberg, Rektor der RWTH Aachen, Dr. Markus Steilemann, Innovationsvorstand des Werkstoffherstellers Covestro, und Professor Walter Leitner, Leiter des CAT Catalytic Center der RWTH, bei der Vertragsunterzeichnung.

Eine entsprechende Vereinbarung wurde jetzt von Innovationsvorstand Dr. Markus Steilemann und RWTH-Rektor Professor Ernst Schmachtenberg unterzeichnet. Damit wird Covestro das gemeinsam mit der Universität betriebene CAT Catalytic Center in Aachen in den nächsten sieben Jahren mit rund zwölf Millionen Euro unterstützen.

Beide Seiten hatten die Einrichtung im Jahr 2007 ins Leben gerufen. Aktuell arbeiten dort 25 Mitarbeiter an der Umsetzung von Grundlagenforschung in Innovationen. Im Mittelpunkt stehen langfristige fundamentale Fragen der Katalyseforschung. Wissenschaftlicher Leiter des Zentrums ist seit Beginn Professor Walter Leitner, Inhaber des Lehrstuhls für Technische Chemie und Petrolchemie an der RWTH.

„Entscheidend für den Geschäftserfolg und damit die Zukunft von Covestro ist unsere Innovationsstärke. Daher kooperieren wir eng mit der wissenschaftlichen Welt“, betonte Innovationsvorstand Steilemann. „Das CAT Catalytic Center mit seinen internationalen Experten hat viele Forschungsergebnisse erzielt, die für uns und unsere Kunden äußerst nutzbringend sind.“

Rektor Schmachtenberg fügte hinzu: „Das CAT Catalytic Center steht für das fruchtbare Zusammenspiel von wissenschaftsorientierter Industrie und anwendungsnaher Grundlagenforschung. Daher sind wir sehr froh, dass diese Einrichtung nun auch für die kommenden Jahre finanzielle Sicherheit hat.“

Gemeinsame Erfolge mit Covestro wurden am CAT Catalytic Center vor allem in der Nutzbarmachung von Kohlendioxid als neuem Rohstoff in der Kunststoffproduktion erzielt. Dazu entwickelten beide Seiten ein katalytisches Verfahren, das in relativ kurzer Zeit zur Marktreife geführt wurde.

Konkret kann CO2 nun als Komponente für Polyurethan-Schaumstoff genutzt werden und damit einen Teil des Erdöls ersetzen, auf dem das Material bislang komplett basiert. Eine Anlage mit einer jährlichen Produktionskapazität von 5.000 Tonnen wurde in diesem Jahr bei Covestro am Standort Dormagen eröffnet.

Für ihre erfolgreiche Zusammenarbeit erhielten die Forscher von RWTH und Covestro bereits mehrere gemeinsame Auszeichnungen – jüngst den Innovation Award des Branchendienstes ICIS in der Kategorie „Innovation with the best benefit for environment and sustainability“.

 

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