4,9 Millionen Euro für Urban Energy Lab 4.0

03.07.2018

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Rita Streblow

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RWTH startet den Aufbau einer neuen Infrastruktur für die Energieforschung.

 

Die RWTH Aachen hat unter Beteiligung der Fakultäten Bauingenieurwesen, Elektrotechnik sowie Maschinenwesen das interdisziplinäre Infrastrukturprojekt „Urban Energy Lab 4.0“ bewilligt bekommen. 4,9 Millionen Euro werden dazu aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung eingesetzt. Das Urban Energy Lab 4.0 schafft experimentelle Möglichkeiten, mit denen aktuelle Forschungsfragen der Energiewende bearbeitet werden können.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des E.ON Energy Research Center, des Centers for Wind Power Drives und des Lehrstuhls für energieeffizientes Bauen arbeiten unter Leitung von Professor Dirk Müller vom Lehrstuhl für Gebäude- und Raumklimatechnik zusammen. Sie wollen eine hoch vernetzte Infrastruktur für die Konzeption und Analyse neuer städtischer Energieversorgungskonzepte schaffen. Denn zukünftige urbane Energiesysteme sind geprägt von dezentraler Erzeugung, Sektorenkopplung und den neuen Möglichkeiten der Digitalisierung. Planung, Bau und Betrieb von Bestandteilen müssen damit vielfältigen Anforderungen genügen, die nur durch ein Zusammenspiel von Bautechnik, technischer Gebäudeausrüstung, Netzplanung und Automatisierung abgebildet werden können.

Flexibles Versuchsfeld für kontrollierbare Experimente

Die Forschungsinfrastruktur ist ein flexibles Versuchsfeld für kontrollierbare Experimente von der Versorgung eines Raums bis zur energetischen Betrachtung eines Stadtquartiers. Neue Techniken können erprobt und nachhaltige Lösungskonzepte für eine sichere und umweltschonende Energieversorgung erarbeitet werden. Mit Hilfe einer Hardware-in-the-Loop-Plattform wird ein Energieversorgungssystem in der Größe einer ganzen Stadt durch komplexe Simulationen ersetzt. Das Projekt ist in dieser Größenordnung und mit der geplanten flexiblen Erweiterbarkeit sowie seiner interdisziplinären Struktur bundesweit einmalig.

Redaktion: Presse und Kommunikation