Erfolgsstory von Janina Thönnessen

  Janina Thönnessen an ihrem Arbeitsplatz

Janina Thönnessen ist 26 Jahre alt. Sie hat ihre MATSE Ausbildung von 2013 bis 2016 am IT Center der RWTH/FH Aachen und der Firma INFORM GmbH absolviert. Jetzt arbeitet sie als Softwareentwicklerin bei der Firma INFORM GmbH.

 

Warum haben Sie sich damals für MATSE entschieden?

Ich hatte von MATSE durch eine Freundin erfahren, die 3 Jahre älter ist und ihr duales MATSE-Studium bei der INFORM GmbH absolviert hat. Zu dieser Zeit stand ich vor einem Schülerpraktikum. Auf ihre Empfehlung hin hatte ich beschlossen, auch einen Blick in diesen Bereich der IT-Branche zu werfen, und habe mein Praktikum am IT Center der RWTH Aachen gemacht. Für mich war klar, dass ich nach dem Schulabschluss ein duales Studium absolvieren wollte, weil ich es für sehr sinnvoll hielt, während des Studiums praktische Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig Geld zu verdienen. Mit anderen Worten: Ich wollte lernen und Erfahrungen sammeln, dabei Geld verdienen und unabhängig sein. MATSE war der Studiengang, der mich angesprochen hat und alle meine Wünsche erfüllte. So bin ich bei MATSE und der Firma INFORM gelandet.

Beschreiben Sie Ihren Karriereweg vom MATSE zu Ihrer heutigen Position.

2013 habe ich mit der dualen MATSE-Ausbildung angefangen. Im Anschluss habe ich zwei Jahre den Master in Technomathematik in an der FH Aachen in Jülich gemacht. Der Masterstudiengang baut auf dem MATSE in Aachen auf. Parallel zu meinem Masterstudium war ich halbtags an meiner Arbeitsstelle bei INFORM tätig. Während der Ausbildung konnte ich viel Erfahrung sammeln und durfte schon selbstständig eigene Projekte übernehmen. Ich habe von Anfang an in der Projektentwicklung gearbeitet. Hier besteht meine Arbeit aus Softwareentwicklung und Kundenkommunikation, was den Arbeitsalltag sehr abwechslungsreich macht.

Außerdem beschäftige ich mich seit etwa eineinhalb Jahren mit der Azubibetreuung und bin außerdem in einem MATSE-Prüfungsausschuss der IHK tätig.

Bei INFORM fühle ich mich sehr wohl, da ich mich in die Richtung, die mich interessiert, weiterentwickeln kann. Die direkte Arbeit mit den Kunden macht mir viel Spaß. Ich sitze nicht einfach nur vor dem Rechner und programmiere, sondern bin am gesamten Prozess der Softwareentwicklung beteiligt. Mich begeistern Optimierungsalgorithmen, weswegen ich meine Bachelor- und Masterarbeit in diesem Bereich geschrieben habe.

Wie verbinden sich Ihre Erfahrungen als MATSE mit Ihrem heutigen Arbeitsalltag?

Die MATSE Ausbildung am IT Center besteht zu einem großen Teil aus Mathematik, also analytischem Denken. Zum anderen haben wir uns mit Programmierung, Datenbankstrukturen und Softwarearchitektur beschäftigt. Das ist genau das, was man im Arbeitsalltag als Softwareentwickler/-in braucht. Ich arbeite beispielsweise an einer Optimierungssoftware für die Transportsteuerung innerhalb von Industriebetrieben. Ziel ist die effiziente Abarbeitung von Aufträgen zwischen einer oder mehreren Positionen.

Die Tätigkeiten im heutigen Arbeitstag sind ähnlich zu denen aus der Ausbildung, wobei der Komplexitätsgrad gestiegen ist. Grundsätzlich versucht man, ein gegebenes Problem durch die mathematische Analyse und der Anwendung passender Softwarealgorithmen zu lösen. In der Ausbildung ist der Theorieanteil etwas höher, allerdings hört man, in einem sich kontinuierlich weiterentwickelnden Bereich wie der Softwareentwicklung, nie mit Lernen auf. Somit gibt es viele Sachen, die man im Ausbildungsbetrieb lernt, beispielsweise die praktische Programmiererfahrung.

Man braucht sowohl theoretisches als auch praktisches Wissen, da Theorie und Praxis immer Hand in Hand bei der MATSE-Ausbildung gehen.

Was würden Sie MATSE interessierten jungen Menschen heute empfehlen?

MATSE ist ein abwechslungsreicher Beruf, obwohl er für viele sehr trocken klingt. Häufig wird Softwareentwicklung damit assoziiert, dass man den ganzen Tag alleine am PC sitzt und entwickelt. Irrtum! MATSE ist nicht bloß einsames Programmieren. Es gibt viele Jobs, wie meiner bei INFORM, in denen man häufig mit seinen Kollegen und Kunden kommuniziert und Lösungen in Gruppen oder zumindest als Zweier-Team erarbeitet. Außerdem ist MATSE sehr zukunftsorientiert. Im Zuge der Digitalisierung werden Softwareentwickler/-innen immer gebraucht. Dieser Job wird wohl immer da sein.

Von Mädel zu Mädel: viele denken, dass MATSE eher etwas für Jungs ist. Doch MATSE ist in gleicher Weise etwas für Mädchen – da der Anteil von Mädels nach wie vor sehr gering ist, werden Mädchen hier besonders gesucht.

Das Wichtigste, was ihr als zukünftiger MATSE mitbringen solltet, ist Spaß an Mathe und logischem Denken.