Erfolgsstory von Dr. Katharina Schneider

  Dr. Katharina Schneider an ihrem Arbeitsplatz

Katharina Schneider ist 33 Jahre alt. Sie hat die MATSE-Ausbildung von 2009 bis 2012 beim Institut für Arbeitswissenschaft der RWTH absolviert. Jetzt arbeitet sie als Dozentin an der Universität Maastricht.

 

Warum haben Sie sich damals für MATSE entschieden?

Zuerst wollte ich Mathematik und Physik auf Lehramt studieren. Mir hat es sehr gut gefallen zu lehren und zu unterrichten. Das Mathematik-Studium war mir aber viel zu theoretisch. Ich wollte mehr Anwendung der Mathematik in meinem zukünftigen Berufs-Alltag haben. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, den Studiengang zu wechseln. Ich habe nach einer Alternative gesucht, wo Mathematik gelehrt wird, aber nicht nur auf einem theoretischen Level, sondern mit hohem Praxisbezug. Dann bin ich auf MATSE gestoßen. Es hat mir sehr gut gefallen, dass hierbei Mathematik und Informatik mit viel Praxis Hand in Hand gehen. Und so bin ich MATSE geworden.

Beschreiben Sie Ihren Karriereweg vom MATSE zu Ihrer heutigen Position.

Während meiner MATSE-Ausbildung habe ich die Vorlesung Operations Research eines Gastdozenten aus Maastricht besucht. Diese Vorlesung hat mir so gut gefallen, dass ich nach meinem Bachelor das Masterstudium Data Science for Decision Making (damals noch Operations Research) an der Uni Maastricht angefangen habe. Mein Praxissemester im Masterstudiengang und meine Masterarbeit wurden dann auch genau von diesem Gastdozenten betreut. Nach meinem Master-Abschluss hat er mir dann eine Position am Department of Data Science and Knowledge Engineering angeboten. Das Angebot habe ich sofort angenommen und angefangen, dort zu promovieren. Das hat etwas mehr als 5 Jahre gedauert. Danach habe ich nach einer Stelle gesucht, bei der ich sowohl mein Wissen anwenden als auch weitergeben kann, denn Lehren war ja mein ursprünglicher Berufswunsch. Genau eine solche Stelle habe ich in Form einer Dozenten-Stelle am gleichen Department angeboten bekommen – und sofort zugegriffen.

Wie verbinden sich Ihre Erfahrungen als MATSE mit Ihrem heutigen Arbeitsalltag?

Zwischen der MATSE-Ausbildung und der Lehre in Maastricht gibt es einige Parallelen: Wir haben zum Beispiel dort semesterlange Projekte, bei denen die Studierenden in Gruppen zusammenarbeiten. Die in den Vorlesungen erlernte Theorie kann ebenso wie bei MATSE direkt angewendet werden. Ich bin momentan zuständig für die Koordination in den Projekten und betreue auch die Studierenden während ihrer Gruppenarbeit. Ich kann mich also als MATSE-Absolventin sehr gut mit ihnen identifizieren, da ich weiß, wie es ist in Teams zu arbeiten. Nicht nur die Kombination von theoretischem Wissen und dessen Anwendung, sondern auch die Kombination der Mathematik mit der Informatik kommt in meinem heutigen Berufsleben immer wieder vor. Zu Forschungszwecken programmiere ich zum Beispiel Simulationen, die ich dann mathematisch auswerte.

Was würden Sie an MATSE interessierten jungen Menschen heute empfehlen?

Viele junge Menschen programmieren gerne, vergessen aber oft, wie wichtig die Mathematik dahinter ist oder finden sie nicht so spannend. Ich denke, man muss ein Gefühl für die Mathematik bekommen. Ich rate allen, wenn man anfangs Mathematik als schwieriger empfindet, doch dafür offenzubleiben und auf nichts aus der Ausbildung zu verzichten – das Gesamtpaket ist von unschätzbarem Wert. Manchmal braucht man nur etwas Zeit, um die Theorie mit der Praxis gut zu verbinden. Und dann bringt es einen ganz nach vorne!