Erfolgsstory von Bastian Lautz

  Bastian Lautz an seinem Arbeitsplatz

Bastian Lautz ist 30 Jahre alt. Er hat die MATSE-Ausbildung von 2011 bis 2014 absolviert. Seit 2014 arbeitet er als Produktverantwortlicher (Product Owner) und stellvertretender Gruppenleiter bei der Firma DSA Daten- und Systemtechnik GmbH.

 

Warum haben Sie sich damals für MATSE entschieden?

Ich habe von MATSE über die Agentur für Arbeit erfahren. In der Oberstufe hatte ich Informatik abgewählt, denn ich wollte mich damals in Richtung Mathematik oder Biologie weiterentwickeln. Da ich mir bei meiner Berufswahl nicht ganz sicher war, habe ich ein paar Tests bei der Agentur für Arbeit gemacht. Die Ergebnisse zeigten eine Eignung für die Bereiche Mathematik und Logik. Im Gespräch mit dem zuständigen Sachbearbeiter bekam ich den Hinweis auf das duale Studium MATSE, das die Schwerpunkte Mathematik und Informatik umfasst. Für mich war das MATSE-Modell sehr attraktiv, weil ich die Kombination aus praktischer Ausbildung und theoretischem Wissen sehr interessant fand.

Beschreiben Sie Ihren Karriereweg vom MATSE zu Ihrer heutigen Position.

Die Ausbildung habe ich von 2011 bis 2014 bei DSA in Aachen absolviert. Thema meiner Bachelorarbeit war die Entwicklung eines ETL-Prozesses (Extract Transform Load) für ein datenbankbasiertes Wirtschaftssystems. Nach meinem Abschluss bin ich bei DSA in die Entwicklung des Produkts PRODIS.Control eingestiegen, das ich mittlerweile als Produktverantwortlicher betreue. Dabei handelt es sich um eine Microservice-gestützte Webapplikation, mit der man in der Fahrzeugproduktion Testdaten auf Prüfgeräte verteilen und die Prüfergebnisse analysieren kann. Zunächst bin ich im Team als Software-Entwickler gestartet, danach habe ich das Fehlermanagement übernommen und kleinere Features mitentworfen. Seit ungefähr drei Jahren bin ich Produktverantwortlicher, wodurch meine Aufgaben vielfältiger geworden sind. Ich steuere in dieser Funktion die Produktentwicklung und kommuniziere dabei viel mit Kunden, die unser Produkt im Einsatz haben.

Wie sieht ein Projekt in Ihrem Arbeitsalltag aus?

Meine Hauptaufgabe ist nicht mehr die Programmierung. Nur ab und zu unterstütze ich noch beim Fehlermanagement. In meiner jetzigen Position als Product Owner stimme ich die Produkt-Anforderungen mit unseren Kunden ab und schreibe hierauf basierend die Spezifikationen für die Programmentwicklung. Anschließend bespreche ich mit meinem Team alle Details zur Weiterentwicklung des Produkts. Mit meinen Kollegen und Kolleginnen aus anderen Abteilungen lege ich dann die produktübergreifenden Schnittstellen fest.

Meine Aufgabe besteht also darin, die Produktentwicklung voranzutreiben und das Produkt zu überwachen. Mir gefällt an meiner Arbeit, dass sie sehr abwechslungsreich ist. Ich habe dabei gelernt, wie wichtig Kommunikation in meinem Beruf ist, da nur durch die gemeinsame Abstimmung innerhalb des Teams bei DSA und mit den Kunden eine erfolgreiche Produktentwicklung möglich ist. Hierbei arbeiten wir sehr erfolgreich im SCRUM Framework miteinander.

Wie verbinden sich Ihre Erfahrungen als MATSE mit Ihrem heutigen Arbeitsalltag?

Tatsächlich sind die mathematischen Inhalte wie Vektorrechnung und Analysis in den Hintergrund getreten, denn ich nutze sie fast nicht mehr. Bei mir stehen Programmierung, Algorithmen und Datenstrukturen im Vordergrund. Das logische Denken und die mathematische Vorgehensweise, die man im Studium lernt, sind beim Programmieren sehr hilfreich. Ein weiterer gemeinsamer Aspekt ist die Zielstrebigkeit - sowohl im Studium als auch bei der Arbeit sollte man danach streben, am Ball zu bleiben.

Was würden Sie an MATSE interessierten jungen Menschen heute empfehlen?

Ich würde jeder interessierten Person sagen, dass sie keine Programmierkenntnisse braucht, aber eine gewisse Affinität zu logischem Denken und Mathematik haben sollte. Wichtig ist auch, das passende Unternehmen für die MATSE-Ausbildung zu finden. Denn wenn das Arbeitsumfeld stimmt und man aufgeschlossene und freundliche Kolleginnen und Kollegen hat, ist die eigene Motivation höher und das Team ist erfolgreicher. Schließlich verbringt man die Hälfte der dreijährigen Ausbildung im Unternehmen und wenn man sich dort wohlfühlt, läuft es gut – und wenn es gut läuft, ist das Unternehmen nach dem Ende der Ausbildung daran interessiert, einem eine feste Stelle anzubieten. So wie bei mir.

Insgesamt war es für mich die richtige Entscheidung, MATSE zu werden. Vor allem die Kombination aus praktischer Ausbildung und theoretischem Studium ist perfekt, wenn man der Typ ist, der ein praxisnahes Studium zu schätzen weiß.